Fr, 15. Dezember 2017

Budget belastet

23.02.2015 07:44

Linz: Pegida-Einsatz kostete über 250.000 Euro

Bei der mittlerweile zweiten Kundgebung der Pegida-Bewegung und der Gegendemonstration des Bündnisses "Linz gegen Rechts" am Samstag in Linz ist ein Großaufgebot der Exekutive parat gestanden. Krawalle konnten verhindert werden. Nur: Der größte Polizeieinsatz in der Geschichte Oberösterreichs belastet die Budgets massiv. Immerhin betragen die Kosten mehr als 250.000 Euro.

698 Beamte, zwei Hubschrauber, Hunde, Verfassungsschützer, Observationsprofis sowie Einsatzeinheiten und Spezialkräfte aus Wien, Niederösterreich, der Steiermark, Salzburg und Tirol: Linz erlebte am Wochenende den größten Einsatz der Exekutive, den es in Oberösterreich jemals gegeben hat. Grund dafür: Linke und rechte Demonstranten zogen vom Hauptplatz zum Hauptbahnhof - große Krawalle wurden befürchtet. Durch den professionellen Einsatz konnten Zusammenstöße aber verhindert werden.

"Das ist geschäftsschädigend"
Nur: Diese ständigen Demonstrationen regen die Oberösterreicher, vor allem aber die Linzer, massiv auf. Immerhin wurde die halbe Innenstadt abgeriegelt. Weshalb auch der Handel tobt: "Das ist geschäftsschädigend. Viele sagen sich: Wenn demonstriert wird, mache ich einen Bogen um die Innenstadt und gehe nicht einkaufen. Das ist vielen zu gefährlich", weiß der Chef des Linzer City-Rings, Werner Prödl.

Die Landespolizeidirektion hat keine andere Wahl, als die Protestaktionen zu genehmigen - auch wenn sie die Demos am liebsten verbieten würde. "Das ist verfassungsrechtlich geregelt", heißt es. Anders wäre es, wenn der Veranstalter die Kosten tragen müsste.

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