Do, 24. Mai 2018

Ergreifende Feier

27.01.2015 16:30

70. Jahrestag: Gedenken an Auschwitz-Befreiung

Europa hat am Dienstag in einer ergreifenden Trauerzeremonie des 70. Jahrestags der Befreiung des Nazi-KZs Auschwitz und des angeschlossenen Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau durch die Sowjetarmee gedacht. Allerdings fehlte Russlands Präsident Wladimir Putin, da Polen und Russland völlig über Kreuz sind.

An der Spitze der österreichischen Delegation standen Bundespräsident Heinz Fischer und Bundeskanzler Werner Faymann. Zu den Trauergästen zählten 40 Staats- und Regierungschefs. Aus Israel kam Premier Benjamin Netanyahu.

Fischer und Faymann hatten zuerst im KZ Auschwitz eine Zusammenkunft mit letzten österreichischen Überlebenden, Gedenkdienern und Opferverbänden und fuhren dann zur internationalen Gedenkfeier im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. An beiden Stätten legten sie Kränze nieder.

In dieser Nazi-Vernichtungsmaschine auf heute polnischem Boden nahe Krakau starben an die 12.000 Menschen aus Österreich - vorwiegend Juden, Sinti und Roma.

"Eine der größten Schandtaten der Menschheit"
Bundespräsident Fischer: "Der Tag der Befreiung ist ein Datum, das uns alle angeht und noch lange beschäftigen wird. Auschwitz ist eine der größten Schandtaten der Menschheit."

Kanzler Faymann erinnerte an die besondere Verantwortung und Verpflichtung Österreichs: "Auch heute müssen wir wachsam sein. Wie dünn das Eis der Zivilisation ist, können wir aus den täglichen Nachrichten entnehmen."

Über eine Million Todesopfer alleine in Auschwitz
Auschwitz mit mehr als einer Million Todesopfern ist als ungeheuerlicher zivilisatorischer Rückfall zum Inbegriff für Völkermord geworden, obwohl es nicht die einzige industrielle Tötungsmaschine der Nazis war.

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