Mi, 18. Oktober 2017

Weltweit nur 6 Tiere

20.10.2014 08:34

Eines der letzten Breitmaulnashörner ist tot

In Kenia ist eines der letzten Nördlichen Breitmaulnashörner der Welt gestorben. Der Bulle mit dem Name "Suni" sei "wahrscheinlich das letzte fortpflanzungsfähige männliche Tier" seiner Art gewesen, teilte am Samstag der Zoo im tschechischen Dvur Kralove mit, in dem Suni 1980 geboren worden war.

Der Bulle sei im Reservat Ol Pejeta in Kenia offenbar eines natürlichen Todes gestorben. Damit leben weltweit nach Angaben des Zoos nur noch sechs Nördliche Breitmaulnashörner.

Kein Nachwuchs in natürlicher Umgebung
"Suni" war im Jahr 2009 zusammen mit einem weiteren Bullen und zwei weiblichen Tieren aus Dvur Kralove nach Kenia gebracht worden. Experten hofften damals, dass die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung wieder einen normalen Hormonhaushalt entwickeln und Nachkommen zeugen würden. Diese Hoffnung erfüllte sich nicht, auch künstliche Befruchtung brachte keine Erfolge.

Noch sechs Tiere weltweit verbleiben
Außer den nach Sunis Tod noch drei verbliebenen Tieren in Kenia lebt noch ein Paar der Nördlichen Breitmaulnashörner in einem Wildpark in San Diego, die beiden Tiere sind aber zu alt für Nachwuchs. Zudem gibt es ein weibliches Tier in Dvur Kralove, auch diese Nashorn-Dame ist allerdings zu betagt, um sich fortzupflanzen. Sperma von in dem tschechischen Zoo aufgewachsenen männlichen Tieren ist am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin konserviert.

Südliche Breitmaulnashörner weniger akut bedroht
Nicht so akut vom Aussterben bedroht sind die Südlichen Breitmaulnashörner, die in mehreren europäischen Zoos gezüchtet werden. Im Salzburger Tiergarten Hellbrunn wird Ende März 2015 Nachwuchs dieser Gattung erwartet. Um zumindest einen Teil des Genpools der Nördlichen Breitmaulnashörner zu erhalten, sollen im Rahmen des kenianischen "Northern White Rhino Survival" Projekts nun auch Paarungen mit Südlichen Breitmaulnashörnern vorgenommen werden.

Tiere oft Opfer von Wilderern
Nashörner werden in Afrika immer wieder Opfer von Wilderern. In Asien werden den zu Pulver verarbeiteten Hörnern eine sexuell stimulierende Wirkung und Heilkräfte nachgesagt, die wissenschaftlich aber nicht zu belegen sind.

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