Mo, 20. November 2017

AK kritisiert:

25.02.2014 15:49

Einbußen für Autofahrer durch Pendlerrechner

Noch nicht allzu lange gibt es den neuen Online-Pendlerrechner, schon hagelt es Kritik. Viele Arbeitnehmer bekämen nun eine geringere Pauschale, als ihnen zusteht, kritisiert die Arbeiterkammer. Das Finanzministerium betont hingegen, dass damit nur die entsprechende Verordnung von 2013 umgesetzt worden sei.

Früher hat jeder Arbeitnehmer die Pendlerpauschale selbst berechnet. Nun muss dafür verpflichtend der neue Pendlerrechner herangezogen werden. Ohne Ausdruck des Ergebnisses wird sie vom Arbeitgeber nicht berücksichtigt. Aber auch bei der Veranlagung hält sich die Finanz streng an das Ergebnis des Rechners - zum Leid zahlreicher Berufspendler.

"Das führt in vielen Fällen zu kuriosen Ergebnissen", beklagt AK-Steuerexperte Otto Farny. Der Rechner wählt nämlich immer die kürzeste Strecke, egal ob es auch die beste Route ist. So berechnet sich die Pendlerpauschale zum Beispiel für all jene, die südlich von Wien wohnen und im Norden Wiens arbeiten, quer durch die Stadt und nicht über die Tangente.

Finanzministerium: "Pendlerrechner keine Routenempfehlung"
Unterm Strich werden daher künftig viele, die die tatsächliche (optimale) Anreise wie immer angeben, weniger oder überhaupt keine Pendlerpauschale mehr erhalten. Im Finanzministerium heißt es, dass der Pendlerrechner lediglich die erlassene Verordnung umsetzt und keine Routenempfehlung sei. Dennoch würden derzeit Adaptierungen von Experten geprüft.

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