Mi, 17. Jänner 2018

35.000 Gene

30.05.2012 20:05

Forscherteam hat Paradeiser-Erbgut entziffert

Das Erbgut des Paradeisers ist entziffert. Ein internationales Forscherteam hat sowohl die aus Südamerika stammende Wildform als auch die gezüchtete Art namens Heinz 1706 sequenziert. Sie unterscheiden sich nur um 0,6 Prozent voneinander, schreiben die Forscher im Fachjournal "Nature".

Die detaillierte Karte zeige die Position und die Richtung aller 35.000 Gene. Das sind mehr, als der Mensch hat, was für Pflanzen aber nicht ungewöhnlich ist. Vom Erbgut des Erdapfels, der ebenso zu den Nachtschattengewächsen zählt, unterscheide es sich um acht Prozent.

Das Erbgut wurde in jahrelanger Arbeit vom "Tomato Genome Consortium" untersucht. Darunter waren Forscher des Helmholtz Zentrums München, des Max-Planck-Instituts für Züchtungsforschung in Köln, aber auch Genetiker aus China, Südamerika, den USA und Israel.

Da auch Melanzani und Paprika zu den Nachtschattengewächsen gehören, könnten zahlreiche Forscherteams von dem Paradeiser-Genom profitieren, sagte Mitautorin Christiane Gebhardt vom Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung. Letztendlich könne das Wissen um das Erbgut auch zur Züchtung von geschmacklich verbesserten oder schädlingsresistenten Sorten beitragen.

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