Mo, 19. Februar 2018

Flügel gestutzt

01.04.2011 09:30

300-Meter-Flug: Warum das Projekt geplatzt ist

Das hätte der "Hammer des Jahres" in den internationalen Sportschlagzeilen werden sollen: "Red Bull verlieh Flügel – Erster Skiflug über 300 Meter!" Daraus ist aber nichts geworden. Denn zum einen lief die Genehmigung für das Megaprojekt ab und zum anderen fand sich kein "Superadler".

Wer wird über den Riesenbakken gehen? Diese Frage war die meistgestellte, seit bekannt wurde, dass "Red Bull" im abgelegenen Guttal bei Heiligenblut eine Superschanze baut; aus Schnee, mitten in einem gigantischen Steilhang. Dort sollte fernab der Öffentlichkeit, nur festgehalten von zahllosen Filmkameras der spektakulärste Skiflug aller Zeiten stattfinden: über die magische 300-Meter-Grenze, von der viele träumen.

Thomas Morgenstern, der Kärntner Star war im Gespräch – weil er bei "Red Bull" unter Vertrag steht. Doch ihn, so hieß es, wollte der Skiverband nicht fliegen lassen. Also der Pole Adam Malysz? Weil er ebenfalls das Zeug dazu hätte, ebenfalls bei Red Bull in Diensten steht und seine aktive Karriere beendet hat. Ebenfalls Fehlanzeige! Außerdem lief die Genehmigung für das Spektakel am Donnerstagabend ab.

Schon in der Vorwoche, als "Krone"-Redakteur Hannes Wallner mit Tourenskiern zu der Schanzenbaustelle aufgestiegen war, hatte man Bedenken gehabt; das Wetter, die Temperatur und vor allem der Wind hätten ideal mitspielen müssen, damit der Superflug gelingen hätte können. Die Kosten werden auf eine Million Euro geschätzt; "Red Bull" schreibt es ab, hält es aus.

von Hannes Mösslacher und Max Mahdalik, Kärntner Krone

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