Sa, 18. November 2017

„Krone“-Interview

04.01.2011 16:14

Doppelte Zahl an Herz-Akut-Fällen durch Kälte

Zeit, dass es wärmer wird. Das wäre für viele Oberösterreicher lebensrettend. Herzkranke leiden unter der Kälte besonders, jede Anstrengung ist gefährlich. Im Linzer AKh verzeichnet man doppelt so viele Akut-Einlieferungen wie normal. Dr. Kurt Sihorsch und seine Kollegen sind im Dauerstress.

"Krone": Nach den Feiertagen rannten die Patienten dem AKh die Türen ein.
Kurt Sihorsch: Wir hatten über Silvester eine der drei Stationen gesperrt, die wurde jetzt wieder geöffnet. Aber plötzlich waren knapp 60 Akut-Patienten da. An einem normalen Tag sind es 20 bis 30.

"Krone": Und die Kälte ist schuld.
Sihorsch: Mitschuld auf jeden Fall. Jetzt kommt noch dazu, dass die Versorgung draußen lückenhaft ist, weil viele Ordinationen zu haben und einige Patienten nur zu uns wollen. Aber die Kälte verschlimmert die Probleme für Herzpatienten natürlich.

"Krone": Als Laie denkt man, die Hitze ist schlimmer.
Sihorsch: Wenn es heiß ist, erwischt es jene, die Kreislaufprobleme haben. Die Kälte ist für Herzpatienten viel schlimmer. Denn Herzpatienten haben normalerweise ohnehin verengte Gefäße. Diese ziehen sich bei der Kälte noch mehr zusammen. Dann wird jede für Gesunde banale Anstrengung gefährlich. Wer herzkrank ist, sollte drinnen bleiben und sich möglichst wenig rühren. Die Kälte aussitzen. Nicht Schneeschaufeln oder so. Das provoziert dann den klassischen Herzinfarkt.

"Krone": Die Patienten sind vermutlich alle bereits älter.
Sihorsch: Im Schnitt. Aber wir hatten jetzt auch einen 50-jährigen Infarkt-Patienten.

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