So, 17. Dezember 2017

Mehr Leiharbeiter

18.11.2010 14:41

voestalpine verzehnfacht operativen Gewinn

Der börsenotierte Linzer Stahlkonzern voestalpine hat sich im ersten Halbjahr 2010 deutlich aus der Verlustzone der Vorjahresperiode gearbeitet. Das Nettoergebnis erreichte 250 Millionen Euro und bewege sich "wieder in Richtung Vorkrisenniveau", wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Eingestellt werden aber dennoch nur Leiharbeiter.

Der operative Gewinn (EBIT) hat sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 42,7 auf 414 Millionen Euro fast verzehnfacht. Der Umsatz legte um 24,2 Prozent auf 5,19 Milliarden Euro zu.

Die Nettofinanzverschuldung verringerte sich den Angaben zufolge massiv um ein Fünftel auf knapp 66 Prozent des Eigenkapitals. Für das Gesamtjahr 2010/11 rechnet die voestalpine mit einer "Verdoppelung des operativen Vorjahresergebnisses (EBIT) von 352 Millionen Euro".

Alle fünf Konzerndivisionen hätten sich positiv entwickelt - die Bereiche Stahl sowie Bahnsysteme erreichten im ersten Halbjahr eine Auslastung von 100 Prozent, die übrigen drei Unternehmensbereiche waren den Angaben zufolge zu 90 bis 95 Prozent ausgelastet. Daran sollte sich angesichts der erholten Konjunktur in den wichtigsten Märkten auch in der zweiten Jahreshälfte wenig ändern.

Harter Sparkurs
"So dramatisch sich der Einbruch im Herbst 2008 dargestellt hat, so unerwartet rasch erfolgte - jedenfalls im Bereich der Industrie - die Erholung. Im Interesse einer wirklich nachhaltigen Stabilisierung der Märkte sollten wir für die nächste Zeit aber mit einem etwas bescheideneren, dafür jedoch längerfristigen Wachstum zufrieden sein", so voestalpine-Chef Wolfgang Eder. Das Sparprogramm im Konzern läuft weiter - bis 2012 sollen sich die Kosten um 600 Millionen Euro verringern.

Wie das geht? Trotz des jüngsten Gewinnsprungs stellt der Stahlkonzern vorerst weiterhin nur Leiharbeiter ein. Per Ende September 2010 verringerte sich die Stammbelegschaft um 57 auf 39.862 Mitarbeiter weltweit (ohne Lehrlinge). Parallel dazu wurde die Zahl der Leiharbeiter gegenüber dem Vorjahresstichtag um 1.116 Prozent auf 3.584 Personen massiv erhöht.

Eine weitere Aufstockung des Personals erfolgt laut Konzernchef Wolfgang Eder "zumindest in nächster Zeit nur über Leiharbeiter". Festanstellungen gibt es frühestens übernächstes Jahr.

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