Sa, 18. November 2017

Drama von Zell/Pram

06.09.2010 16:40

Lenker nach Tod zweier 15-Jähriger traumatisiert

Er hatte keine Schuld, doch das reine Gewissen ist in diesem Fall kein Ruhekissen: Jener Lenker, der in das Unfalldrama von Zell an der Pram im Bezirk Schärding verwickelt war, ist schwer traumatisiert. Bei dem Drama wurden zwei 15-Jährige getötet. Der Autofahrer zur "Krone": "Es ist die Hölle." Laut Psychologen dauert es meist mehrere Wochen, bis die Krise bewältigt ist.

"Es war zehn nach 6. Ich wollte zu meiner Freundin nach Raab fahren. Ich hab' den Mopedfahrer auf der Kreuzung gesehen, aber er ist nicht stehen geblieben. Eine Sekunde drauf hat es einen Tuscher gemacht und die beiden sind auf der Motorhaube gelegen. Es ist die Hölle!"

Lernen damit umzugehen
Der 30-Jährige aus Waldkirchen am Wesen ist noch sichtlich betroffen von dem Drama, bei dem die zwei 15-jährigen Freunde aus Riedau getötet wurden. Nicht nur die Freunde und die Angehörigen sind zutiefst traurig, auch der an sich schuldlose Lenker muss erst das furchtbare Geschehen verkraften lernen.

"Unfallbeteiligte wie dieser Autofahrer erleiden ein schweres seelisches Trauma, das eine heftige emotionale Reaktion auslöst", erklärt der Psychiater Primar Michael Bach vom LKH Steyr, gleichzeitig auch Vize-Vorstand der pro mente.

Zwei Brüder von Auto erfasst
Währenddessen gab es in Waldhausen im Bezirk Perg einen ähnlichen Unfall, der aber glimpflicher verlief: Ein 22-jähriger Autofahrer krachte gegen ein Mofa, auf dem zwei Brüder (16 und 13) saßen. Die Burschen überlebten verletzt. Diesmal hatte allerdings der Autolenker das Zweirad übersehen – und war laut Polizei zudem betrunken.

von Christoph Gantner, "OÖ Krone"

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