Do, 23. November 2017

Minus 30 Prozent

29.10.2009 18:30

Exporte schrumpfen drastisch - WK sieht Talsohle erreicht

Die Wirtschaftskrise hat auch bei burgenländischen Betrieben ihre Spuren hinterlassen: Im Vorjahr wurden insgesamt rund 1,3 Milliarden Euro durch Exporte erwirtschaftet. In den ersten sechs Monaten 2009 gebe es einen Rückgang von 30 Prozent, so der Präsident der Wirtschaftskammer (WK) Burgenland, Peter Nemeth, am Donnerstagnachmittag.

Mittlerweile sei die Talsohle erreicht: Die Exportaussichten für die nächsten zwölf Monate beurteilen 71 Prozent der Unternehmer österreichweit mit gut oder sehr gut, ergab eine Studie des Market-Instituts.

Lediglich 25 Prozent schätzen die Aussichten schlecht oder eher schlecht ein. Im März dieses Jahres hatten noch 42 Prozent mit einer Verschlechterung gerechnet, so der Leiter der Außenwirtschaftsorganisation (AWO) der Wirtschaftskammer, Walter Koren. Auch die österreichische Wirtschaft sei im Außenhandel vom "weltweiten Orkan" nicht verschont geblieben. Die OECD rechne für heuer mit einem Rückgang des gesamten Welthandels um 16 Prozent. Für Österreich werde ein ähnlicher Wert erwartet.

Im Rahmen der "Go International"-Initiative der Bundesregierung mit der Wirtschaftskammer sollen heimische Exporteure mit dem nötigen Rüstzeug ausgestattet werden, um sich vom kleiner werdenden Welthandelskuchen ein relativ größeres Stück abschneiden zu können. Österreich setze dabei auf einen Branchen wie etwa Umwelttechnologie und Erneuerbare Energie, Medizintechnik und den Bereich des Gesundheitswesens.

Burgenland erhält Förderspezialisten
Jedes Bundesland erhält einen Förderspezialisten und Exportberater zur Verfügung  gestellt. Im Burgenland übernimmt diese Aufgabe Ruth Ecker. Sie wolle Unternehmen dazu bringen, mit Unterstützung erste Schritte in die nahen und in der Folge in fernere Märkte zu machen. Die Hemmschwelle, in den Export zu gehen, sei derzeit einfach bei vielen Betrieben zu groß, so Ecker. Mit den Fördermaßnahmen soll den Unternehmen geholfen werden, ihr Potenzial stärker auszuschöpfen.

Rund 85 Prozent der burgenländischen Exporte entfallen auf die Industrie. Elf Prozent kommen vom Gewerbe, vier aus anderen Bereichen, erläuterte Nemeth. Das Burgenland sei etwa mit einem Prozent am österreichischen Gesamtexport beteiligt. Jeder zweite Arbeitsplatz habe direkt oder indirekt mit Export zu tun. Sechs von zehn Euro würden durch burgenländische Betriebe bereits im Ausland verdient.

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