Mo, 23. April 2018

Klimawandel-Folge

11.03.2018 07:02

EU-Studie: Waldbrandgefahr in Europa nimmt zu

Laut einer aktuellen EU-Studie wird als Folge der globalen Erwärmung die Gefahr von Waldbränden in Europa in den kommenden Jahrzehnten zunehmen – und das nicht nur in den warmen Ländern am Mittelmeer. Wie der wissenschaftliche Dienst der EU-Kommission berichtet, werde das Waldbrandrisiko auch in Zentraleuropa steigen.

„Sogar die relativ sicheren alpinen Bergregionen werden mit einem rapiden Anstieg der Brandgefahr zu tun haben“, wenn der Klimawandel nicht eingedämmt und Brandursachen nicht bekämpft würden, heißt es in der Studie, in deren Fokus der Einfluss verschiedener Klimamodelle auf die Waldbrandgefahr stand.

Besondere in Spanien, Portugal und in der Türkei steige die klimabedingte Gefahr von Waldbränden, so die Forscher. Das Problem trockener Böden breite sich künftig vom Mittelmeer auch in Richtung Norden aus. Beispielsweise werde die Zone mit sehr feuchtem Blattwerk und Gehölzen um die Alpen herum durch die Erderwärmung stetig kleiner.

Selbst beim optimistischen Modell, bei dem seit der Zeit vor Beginn der Industrialisierung die Erwärmung unter zwei Grad Celsius bleibt, erhöhe sich die Waldbrandgefahr, schreiben die Wissenschaftler der Gemeinsamen Forschungsstelle der EU-Kommission mit Sitz in Brüssel.

Im Vorjahr waren bei verheerenden Waldbränden in Spanien und Portugal Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Überhaupt war 2017 laut der Mitteilung eines der schlimmsten Waldbrandjahre in der Geschichte Europas. Allein in Spanien, Portugal und Italien sind vergangenes Jahr rund 800.000 Hektar Land verbrannt – was beinahe der 20-fachen Fläche von Wien entspricht.

Wilhelm Eder
Wilhelm Eder

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