Di, 20. Februar 2018

Villach

03.02.2018 20:38

Trinkwasser-Skandal: Noch immer keine Entwarnung

Die Wasserhähne in Tschinowitsch und Turdanitsch bei Villach bleiben weiterhin trocken. Weil das Trinkwasser mit Lackresten verunreinigt ist, musste – wie berichtet – die Versorgung gestoppt werden. Die Bewohner werden sich noch bis Mittwoch mit abgepacktem Wasser und mit Mineralwasser begnügen müssen.

„Wir waschen uns wie in alten Zeiten in der Lavour – und das mit stillem Mineralwasser“, erzählt eine ältere Bewohnerin aus Tschinowitsch. „Wir getrauen uns nicht zu duschen. Es ist umständlich, aber die Gesundheit geht vor.“ Die Menschen in den 150 betroffenen Haushalten hatten schon vor mehreren Tagen einen ungewöhnlichen Geruch beim Aufdrehen des Wasserhahns festgestellt. Doch erst am Mittwoch haben die Verantwortlichen die Versorgung eingestellt.

Im Feuerwehrhaus Tschinowitsch-Turdanitsch können sich die Familien mit Mineralwasser versorgen, vor dem Pflegeheim Villach-Süd (Haus Sonne) steht ein großer Tank mit Wasser, das den Bewohnern zur Verfügung steht. Mittlerweile wurden Proben des Wassers genommen. Es dürfte bei Sanierungsarbeiten im Hochbehälter verunreinigt worden sein. Entwarnung gibt es vorerst noch keine. „Erst am Mittwoch gibt es die exakte Analyse aus Oberösterreich“, erklärt Villachs Pressesprecher Wolfgang Kofler.

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