So, 22. April 2018

Verfahren eingestellt

23.01.2018 18:30

Rückschlag für die Hochwasser-Opfer

Jetzt steht es fest: Nach der verheerenden Flut von Lavamünd, die 2012 Millionenschaden angerichtet hat, gibt es keine strafrechtlichen Konsequenzen. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen alle Beschuldigten eingestellt. Das bedeutet einen Rückschlag für alle Geschädigten, die einen Zivilprozess anstreben.

Knapp 200 Opfer haben sich dem Zivilverfahren angeschlossen und fordern mehr als 100 Millionen Euro Schadenersatz vom Verbund, gegen den das Strafverfahren jetzt eingestellt worden ist. „Für alle, die noch nicht geklagt haben, ist die Einstellung eine Enttäuschung; die Verjährung der Ansprüche droht“, so Opfer-Anwalt Franz Serajnik. Er kündigt an, alle möglichen Rechtsmittel auszuschöpfen. Denn im Gutachten sei sehr wohl ein „Systemverschulden“ festgestellt worden, das zur Flut geführt habe. STA-Sprecherin Tina Frimmel-Hesse: „Es konnte aber kein Verschulden einer konkreten Person zugeordnet werden.“

Wie Bürgermeister Josef Ruthardt erklärt, kam die Einstellung für die Gemeinde Lavamünd überraschend. 600.000 Euro Schadenersatz werden vom Verbund gefordert.

Thomas Leitner, Kärntner Krone

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