Mo, 23. Oktober 2017

Zweite Pleite

28.07.2009 09:09

Nach „Interliner“ jetzt auch Rumplmayr pleite

Nach der Insolvenz des Transportunternehmens "Interliner" mit Sitz in Ried im Traunkreis im Bezirk Kirchdorf hat nun auch das Mutterunternehmen, die Rumplmayr KG, einen Konkursantrag stellen müssen, weil sie als Holding für die Verbindlichkeiten haftet. Aktiva von 5,3 Millionen Euro stehen Passiva von mehr als 41 Millionen gegenüber. Mitarbeiter sind keine betroffen, teilte das Unternehmen mit.

Laut Alpenländischem Kreditorenverband ist Rumplmayr - ebenfalls mit Sitz in Ried im Traunkreis - zu 90 Prozent an Interliner beteiligt. Seit sie zu Jahresbeginn das operative Geschäft an die Tochter übertragen hatte, war die Mutter nicht mehr operativ tätig. Sie beschäftigt auch keine Mitarbeiter. Rumplmayr übte zuletzt ausschließlich die Holdingfunktion aus und hatte die Immobilienverwaltung über. Insgesamt hält die Firma Anteile an zehn verschiedenen Unternehmen.

Die Rumplmayr KG habe erhebliche Haftungen für Gesellschaften der Unternehmensgruppe übernommen, berichtete der Gläubigerschutzverband Creditreform in einer Aussendung. Diese seien vor allem durch die Interliner-Insolvenz schlagend geworden und hätten schließlich zum aktuellen Konkursantrag geführt.

Zwangsausgleich angestrebt
Interliner hatte erst vor wenigen Tagen beim zuständigen Landesgericht Steyr einen Konkursantrag eingebracht. Hohe Dieselpreise, konjunkturell bedingte Umsatzeinbrüche und ein rapider Preisverfall in der Logistikbranche wurden als Gründe angeführt. Sowohl für Interliner als auch für Rumplmayr wird ein Zwangsausgleich angestrebt.

Symbolbild

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