Sa, 20. Jänner 2018

Terror per SMS

07.05.2009 08:41

"Morgen könnte dein letzter Tag sein"

Abgeblitzt ist ein 26-Jähriger aus dem Bezirk Neusiedl bei seiner Angebeteten. Doch der liebeskranke "Romeo" ließ nicht locker. Beinahe täglich bombardierte der Mann die Schülerin per Handy mit wüsten Textnachrichten, drohte sogar, sie umzubringen. Jetzt stand der gefährliche Stalker in Eisenstadt vor Gericht.

Bereits 2007 fasste der Arbeiter wegen eines ähnlichen Delikts eine Vorstrafe aus. Doch von Besserung keine Spur. Ende des Jahres hatte der Mann schon sein nächstes Opfer im Visier. Da das angehimmelte Mädchen von dem um elf Jahre älteren Mann nichts wissen wollte, machte der Verschmähte der Schülerin das Leben zur Hölle. Monatelang wurde sie mit anonymen SMS terrorisiert. Nachrichten wie "Pass auf, dass du nicht von einem Bus überfahren wirst" und "Morgen könnte dein letzter Tag sein" musste die 15-Jährige immer wieder lesen.

"Das war ich nicht"
"Ich konnte nicht mehr schlafen. Ständig hatte ich Angst, der Irre würde seine Drohungen wahr machen", schilderte die Betroffene jetzt vor Gericht. Ein Ende nahm der Psychoterror erst, als der junge Mann Anfang März 2008 von der Polizei als Absender ausgeforscht wurde. Um den Verdacht von sich abzulenken, hatte der Stalker sogar an sich selbst wüste SMS geschickt.

"Das war ich nicht", beteuerte der Angeklagte vor Richter Wolfgang Rauter - vergeblich. Der Beschuldigte wurde zu einer bedingten Haftstrafe von sechs Monaten und einer Geldbuße von 4.680 Euro verurteilt.

von Tina Blaukovics, Kronen Zeitung

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