Sa, 18. November 2017

Cobra greift ein

20.02.2009 11:07

Verzweifelter Waffennarr will sich erschießen

Liebeskummer nach einer Trennung und Depressionen wegen Arbeitslosigkeit - da wollte ein 21-jähriger Linzer seinem Leben ein Ende bereiten und sich in seiner Wohnung erschießen. Doch die Munition war defekt. Cobra-Leute überredeten den verzweifelten Mann dann zum Aufgeben.

Die Freundin des Unglücklichen hatte am Donnerstagabend Alarm geschlagen: Weil es zwischen ihnen zur Trennung gekommen war, hatte der 21-Jährige gedroht, sich zu erschießen. Polizei und Cobra-Einheit rückten zur Wohnung in der Leonfeldner Straße in Urfahr an. In dieser hatte sich der Arbeitslose inzwischen ein Jagdgewehr angesetzt und abgedrückt - weil die Munition defekt war, löste sich der Schuss nicht, ein Drama wurde verhindert. "Ein Wink des Schicksals", meinte ein Beamter, worauf der junge Mann die Tür öffnete. Er besaß legal mehrere Jagdwaffen, wurde zur Betreuung ins Wagner-Jauregg-Spital eingeliefert.

4.300 Cobra-Einsätze im Jahr
Beamte der Spezialeinheit Cobra wurden im Vorjahr österreichweit 4.300 Mal angefordert, davon 757 Mal in Zusammenhang mit Tätern oder Verdächtigen. In Linz stiegen Einsätze mit psychiatrischen Einweisungen binnen zehn Jahren ums Dreifache auf 600 an.

Symbolfoto

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