Mo, 28. Mai 2018

Ausgeforscht!

17.02.2009 13:03

Forscher lokalisieren die Eifersucht im Gehirn

Wo die Eifersucht im Gehirn haust, ist kein Geheimnis mehr. Japanische Wissenschaftler haben nun ihre neuesten Studienergebnisse präsentiert, die zeigen, in welchen Regionen des menschlichen Gehirns die Eifersucht und ihre noch hässlichere Schwester, die Schadenfreude, ihren Ursprung haben. Die Studie belegt des Weiteren, dass seelischer und körperlicher Schmerz vom Gehirn offenbar auf gleiche Art und Weise verarbeitet werden und so miteinander verbunden sind. Mit diesem Wissen will man zukünftig die psychologische Betreuung von krankhaft eifersüchtigen Menschen verbessern.

Bei dem Experiment unter der Leitung Hidehiko Takahashis vom japanischen Institut für röntgenologische Wissenschaften wurden 19 japanische Studenten zu erfolgreicheren Kollegen befragt, während eine MRI (Magnetresonanztomographie) ihre jeweilige Gehirnaktivität darstellte. Jenen Gehirnbereich, der sich beim Denken an einen Rivalen besonders aktiv zeigte, erklärten die Forscher zur Heimat der Eifersucht.

Schadenfreude am MRI zu sehen
In einem weiteren Schritt wurde den Studenten eine Geschichte vorgelegt, in der gerade dem erfolgreichen Konkurrenten Schlimmes widerfährt. Die auch dabei durchgeführte MRI zeigte eine starke Aktivierung des "Belohnungs-Areals" im Gehirn, welches normalerweise nur reagiert, wenn man einen sozialen oder finanziellen Vorteil davonträgt.

Direkter Konnex zwischen Eifersucht und Schadenfreude
"In Japan haben wir ein altes Sprichwort, wonach das Unglück der anderen süß wie Honig schmeckt", erklärt Takahashi dazu. Eine zweifellos positive Umschreibung für den Zustand von Schadenfreude, denn die Studie zeigte: Je eifersüchtiger man auf einen Rivalen ist, desto mehr erfreut man sich an seinem Unglück.

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