Mi, 22. November 2017

Kein Kavaliersdelikt

09.01.2009 08:25

Pistenrowdy flüchtet nach Kollision

Von hinten fuhr ein Pistenrowdy in Zauchensee einen 52-jährigen Linzer über den Haufen, brach dem Sportler den rechten Oberschenkel. Statt Hilfe zu holen, fuhr der Unfallverursacher weiter. Kein Einzelfall: Bei Pistenunfällen, die bei der Polizei landen, ist in der langjährigen Statistik jeder vierte Schuldige flüchtig.

Statistisch gesehen muss man 15.000-mal ins Tal brettern, bis etwas passiert. Immerhin 6.000 Skifahrer und Snowboarder kommen von Oberösterreichs Pisten direkt ins Spital. Für die meisten Unfälle braucht man keine Polizei, die dennoch bis zu 400-mal pro Saison nach Zusammenstößen oder Stürzen ermitteln muss. Bis zu 25 Prozent dieser Fälle sind Fahrerfluchtsdelikte. "Nicht immer absichtlich, denn oft treten erst nach gewisser Zeit Beschwerden auf, oder es werden erst dann Verletzungen entdeckt", wissen die Alpinpolizisten, die vor allem in den Bezirken Kirchdorf und Gmunden im Dauerstress stehen. Dann ist es gut, wenn man die Daten des Unfallgegners notiert hat. Sonst wird die Ermittlung fast unmöglich. Einem Fahrerflüchtigen drohen übrigens im schlimmsten Fall sechs Monate Haft!

Eigenen Versicherungsschutz überprüfen
Versicherer mahnen, den eigenen Unfallschutz zu prüfen. Flüchtet ein Pistenrowdy, kann es sein, dass man auf den Kosten für die Bergung oder ausgeschlagene Zähne sitzen bleibt.

Symbolbild

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden