Fr, 25. Mai 2018

"Lange verfolgt"

20.10.2008 18:40

Christin auf offener Straße von Taliban getötet

Taliban-Kämpfer haben am Montag in der afghanischen Hauptstadt Kabul auf offener Straße eine Südafrikanerin erschossen, weil sie offen für das Christentum eintrat. "Sie wurde lange Zeit verfolgt und heute endlich bestraft", teilten die Taliban auf ihrer offiziellen Homepage mit.

Die Frau habe für eine internationale Hilfsorganisation namens SERVE (Serving Emergency Relief and Vocational Enterprises) gearbeitet, sagte ein Sprecher des afghanischen Innenministeriums. Sie sei zu Fuß auf dem Weg ins Büro gewesen, als die zwei Angreifer von einem Motorrad aus das Feuer auf sie eröffnet hätten. Die beiden Täter seien anschließend geflohen.

Eher selten Angriffe in Kabul
In Kabul sind Angriffe auf Ausländer eher selten, die Gewalt gegen Hilfsorganisationen in Afghanistan nahm in den vergangenen Monaten allerdings zu. In diesem Jahr zählte die afghanische Hilfsorganisation ANSO bis Ende September 146 Übergriffe gegen Hilfsorganisationen und ihrer Mitarbeiter, im gesamten vergangenen Jahr waren es demnach noch 135.

Schwere Kämpfe mit Aufständischen
Die Internationale Schutztruppe ISAF teilte am Montag mit, ihre Soldaten hätten bei Gefechten in der Provinz Wardak westlich von Kabul mehr als 20 Aufständische getötet. Bodentruppen seien mit Luftangriffen unterstützt worden. Zu den zweitägigen Kämpfen sei es in der vergangenen Woche gekommen. Die US-Armee teilte am Montag mit, Koalitionstruppen hätten am Vortag in der südostafghanischen Provinz Paktia acht Extremisten gefangen genommen.

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