Sa, 16. Dezember 2017

Verbrecherjagd

18.08.2008 18:42

122 Gen-Cops in Oberösterreich

Die 122 oberöstereichischen CSI-Super-Cops haben mit ihren DNA-Spuren-Analysen schon tausend Verbrechen klären können, obwohl Wien mit Geld knausert und die Gen-Gutachten von Innsbruck und Salzburg Zeit kosten: Wir müssen in unserem Land die Gerichtsmedizin aufrüsten und aufwerten, ziehen Linzer Polizisten, Politiker und Professoren nun an einem Strang.

 Der Gen-Code hat auch den gefürchteten Fensterbohrer verraten. Die Jagd auf den Linzer Doppelmörder wurde jedoch durch Kompetenz-Streitigkeiten und Budget-Kontingentierungen für DNA-Analysen behindert, kritisierte die Krone. Und daraufhin gaben Landeshauptmann, Justiz- und Innenministerin beim Finanzminister Gas: Das Geld für die Strafverfolgung muss mehr werden !
 Und es muss schneller gehen, der Vorsprung der Verbrecher soll kleiner werden: Das Linzer Oberlandesgericht, die Oberstaatsanwaltschaft und der Uni-Beirat planen deshalb derzeit mit der Sicherheitsdirektion, die Gerichtsmedizin auszubauen und aufzustocken, um Salzburg und Innsbruck die Arbeit abzunehmen. In naher Zukunft sollen Mordopfer in einer modernen Linzer Spitals-Prosektur oder in einem Kepler-Uni-Institut obduziert werden. Und die Täterspuren sollen in einem neuen Labor von ortsansässigen Experten analysiert werden.

Das Salzburger Privat-Institut mit seinem Münchener Gen-Gutachter fürchtet bereits die oberösterreichische Konkurrenz. Denn jede DNA-Analyse bringt 450 Euro in die Kasse. Deshalb dürfen die 122 oberösterreichischen CSI-Polizisten jährlich insgesamt nur 470 Spuren genetisch untersuchen lassen. 130 waren es allein vom Urfahraner Tatort des Doppelmordes im Drogenmilieu.

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