Nasse Fahrbahn, Dunkelheit und entgegenkommende Scheinwerfer: Autofahren kann im Herbst und Winter deutlich anstrengender werden. Fußgänger und Radfahrer sind schwieriger zu erkennen, Konturen verschwimmen und helles Licht blendet stärker. Das kann auch Menschen betreffen, die im Alltag vermeintlich gut sehen. „Bei Dämmerung und Dunkelheit öffnet sich die Pupille weiter, damit möglichst viel Licht ins Auge gelangt. Gleichzeitig sinkt jedoch die Fähigkeit, feine Details und Kontraste wahrzunehmen“, erklärt Daniel Kuschinsky von GOTTWALD United Optics.
Eine Brille nur fürs Autofahren?
Das kann durchaus sinnvoll sein. Wer tagsüber ohne Brille zurechtkommt, kann bei Dunkelheit trotzdem von einer exakt angepassten Sehhilfe profitieren. „Schon kleine Abweichungen können sich bei Dunkelheit wesentlich stärker bemerkbar machen als tagsüber“, sagt Kuschinsky. Entscheidend seien eine präzise Sehstärke, die richtige Zentrierung und hochwertige Entspiegelungen. Von pauschalen „Nachtfahrbrillen“ mit gelb getönten Gläsern hält der Experte hingegen wenig. „Eine gute Brille fürs Autofahren bei Nacht sollte vor allem eines sein: klar, exakt angepasst und hochwertig entspiegelt.“

Sicher und selbstständig unterwegs
Gutes Sehen trägt wesentlich dazu bei, im Alltag mobil und selbstständig zu bleiben – und gehört damit auch zu einem vitalen Leben. Ein regelmäßiger Sehcheck kann zeigen, ob die Augen noch optimal unterstützt werden. Auch saubere Brillengläser und Windschutzscheiben helfen, störendes Streulicht zu reduzieren. Wer plötzlich deutlich schlechter im Dunkeln sieht oder ungewöhnlich stark geblendet wird, sollte die Ursache augenärztlich abklären lassen.