Wieder einmal verkündet Präsident Trump, dass man einem Friedensdeal in der Ukraine sehr nahe sei. Zum wievielten Mal hören wir das und nichts dergleichen geschah? Und wie viele Nächte noch müssen ukrainische Frauen und Kinder wegen andauernder russischer Luftangriffe in Bunkern und U-Bahn-Stationen schlafen und ohne Wasser, Heizung und Strom auskommen? Was haben die Ukrainer denn Schlimmes verbrochen, um langjährig derart bestraft zu werden? Wurde Russland durch die Ukraine militärisch bedroht? Nein. Denn wenn dies auch immer wieder gerne von Putin-Fans als „legitimer“ Angriffsgrund zitiert wird, stimmt es nicht, dass die Ukraine 2022 kurz vor einem NATO-Beitritt stand. Nichts rechtfertigt diesen nun bald fünfjährigen schrecklichen Angriffskrieg und die mittlerweile 30.000 toten ukrainischen Zivilisten. Nichts. Wenn überhaupt die Waffen in der Ukraine schweigen könnten, dann nur auf Basis eines eher brüchigen Waffenstillstands unter Einfrierung der derzeitigen Frontlinien. Das hat die Ukraine angeboten, aber das wollen die Herren Putin und Lawrow nicht, weil sie keine ungestörte Wiederaufrüstung der Ukraine ermöglichen möchten, sondern kompromisslos deren bedingungslose Kapitulation fordern. Somit gibt es absehbar keinen Frieden und kein normales Leben für ukrainische Familien. Der Terror wird weitergehen und immer mehr Kinder kennen kein normales Aufwachsen mehr, weil sie von Geburt an im Krieg leben müssen.
Martin Krämer, per E-Mail
Erschienen am Fr, 23.10.2026
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