Am 24. 12. hat die „Krone“ in einem Faktencheck aufgeklärt, wie es wirklich war: Figls Weihnachtsbotschaft ist in den 1960er-Jahren entstanden, er hat sie seiner Biografin diktiert, in einem Rückblick auf seine Aussagen zu den „Trümmer-Weihnachten“ 1945. Vielleicht trägt der Bericht von Paul Vécsei dazu bei, dass die Zeitungsente in Zukunft weniger oft auftaucht, dachte ich mir. Aber Mythen sind langlebig, v. a. wenn sie aus einem melodramatischen Umfeld kommen. Drei Tage später erschien ein Leserbrief, beginnend mit den Worten „Als 1945 Österreich in Schutt und Asche lag (.), hat Bundeskanzler Figl die legendäre Rede gehalten.“. Dazu ein Foto des Bundespressedienstes: Figl am Rednerpult vor Beamten des Bundeskanzleramtes, im Hintergrund ein Christbaum. Wie wenn das ein Beweis wäre, dass Figls Worte „Ich kann euch zu Weihnachten nichts geben.“ damals im schwer beschädigten Bundeskanzleramt gefallen sind. Der Mythos lebt also doch noch.
Dr. Robert Sedlaczek, Wien
Erschienen am Mo, 26.1.2026
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