Es reicht. Wirklich. Seit Jahren hören wir dieselben Phrasen, dieselben Ausreden, dieselbe Realitätsverweigerung. Unser Gesundheitssystem steht mit dem Rücken zur Wand. Statt Verantwortung zu übernehmen, klopfen sich Politiker gegenseitig auf die Schulter und reden von „Herausforderungen“. Ich habe mein ganzes Leben gearbeitet, jahrzehntelang eingezahlt. Krank war ich selten, Leistungen habe ich kaum beansprucht. Jetzt, wo ich selbst auf medizinische Hilfe angewiesen bin, heißt es: warten, warten, warten. Monate. Mit Schmerzen. Mit Angst. Mit dem Gefühl, nur noch eine Nummer zu sein. Gleichzeitig wird uns erklärt, das System müsse „offen“ sein, „solidarisch“, „für alle“. Nur sagt niemand ehrlich dazu, wer das alles bezahlt und wer die Konsequenzen trägt. Es sind immer dieselben. Die Steuer- und Beitragszahler. Die, die stillhalten sollen.
Günther Ferdi, Wien
Erschienen am Mo, 26.1.2026
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