Die EU-Kommission nimmt Sorgen der Landwirte sehr ernst
Bezugnehmend auf den Artikel „Bauernsterben durch Mercosur“ vom 10. Jänner erlauben wir uns, auf Folgendes hinzuweisen: Die Europäische Kommission nimmt die Sorgen der Landwirte sehr ernst. Deshalb wurden in und rund um das Abkommen zwischen der EU und dem Mercosur Schutzmaßnahmen in einem noch nie da gewesenen Ausmaß für die europäische Landwirtschaft verankert. Das Abkommen ist in seiner aktuellen Fassung vielmehr eine Chance denn eine Gefahr für die österreichische Landwirtschaft. Experten gehen davon aus, dass die EU-Exporte von Agrar- und Lebensmittelprodukten in den Mercosur infolge von Zollerleichterungen und administrativen Vereinfachungen um bis zu 50% steigen werden. Zudem sind heimische Klassiker wie Tiroler Speck und Vorarlberger Bergkäse in Südamerika künftig besser vor Nachahmung geschützt. Viel zitiert und viel diskutiert sind indes die 99.000 Tonnen Rindfleisch, die jährlich zu einem reduzierten Zollsatz von 7,5% aus dem Mercosur in die EU importiert werden dürfen. Fakt ist: Die 99.000 Tonnen entsprechen 1,5% der EU-Produktion bzw. 220 Gramm pro EU-Bürger. Zudem ist das Abkommen von Schutzklauseln flankiert, die einem rasanten Anstieg der Importe entgegenwirken. Klar ist: Jedes Produkt, das auf den EU-Markt gelangt, muss den strengen Lebensmittelsicherheitsstandards der EU entsprechen. Um eine strenge und wirksame Durchsetzung dieser Standards zu gewährleisten, wird die EU verstärkt an den Grenzen kontrollieren und die Audits in Drittländern um 50% ausweiten. Weiters ist ein Engagement zur Angleichung der Produktionsstandards vorgesehen, insbesondere im Hinblick auf Pestizide und Tierschutz. Eine engere Zusammenarbeit mit dem Mercosur hat auch in der Landwirtschaft das Potenzial, viel Positives zu bewirken.
Patrick Lobis, Vertreter der Europäischen Kommission in Österreich, per E-Mail
Erschienen am Fr, 16.1.2026
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