Der SPÖ-Vorschlag, Wahlärzte sollten verpflichtet werden, einen gewissen Prozentsatz an Kassenpatienten zu behandeln, halte ich nicht nur sachlich, sondern auch bzgl. praktischer Umsetzungsmöglichkeit für nicht gut. Wenn die Politik bei uns schon keinen besseren Vorschlag zur Eindämmung des Wahlarztwesens hat, soll sie sich in anderen europ. Ländern informieren, wo es das nicht gibt. Ein wirksamer Vorschlag wäre, wie vom Wr. Gesundheitsstadtrat Hacker angesprochen, Primar- und Oberärzte in Krankenhäusern sollten verpflichtend Vollzeit im Krankenhaus tätig sein und, so sie den Posten wollen oder beibehalten wollen, nebenbei keine Wahlärzte sein dürfen. Dies würde nicht nur Patienten durch kürzere Wartezeiten zugutekommen, sondern auch die Selbstzuweisungen in ihre Wahlarztpraxen (Geldgier) hintanhalten.
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