Das freie Wort

Messerverbot in Österreich

Die österr. Regierung plant, das Messerverbot auf ganz Österreich auszudehnen. Diese Maßnahme ist als rein populistisch zu erklären, denn an den steigenden Zahlen der Messerattentate wird sich nichts ändern. Kein Straftäter wird sich für dieses Gesetz interessieren oder sich daran halten. Gleiches gilt für die Verschärfung bei der Erlangung von Schusswaffen. Ich war jahrzehntelang Polizist in Wien-Ottakring und weiß aus Erfahrung, dass alle jene Täter, mit denen ich zu tun hatte und die Waffen besessen haben (und es waren bei Gott nicht wenige), diese Waffen illegal erlangt hatten. Beziehungstaten sind auch mit einem Verbot von Waffen nicht zu verhindern. Solche Taten geschehen mit Schusswaffen, Messern, Äxten, Hämmern, Eisenstangen usw. Sinn würde es machen, wenn man für alle Asylberechtigten ein generelles Waffenverbot erlassen und diese Personen bei Zuwiderhandeln sofort des Landes verweisen würde. Gegen Österreicher haben wir gute Gesetze. Bei Labilen, bei Straftätern oder Gefährdern kann man sowieso ein Waffenverbot aussprechen. Zuwiderhandeln wird mit hohen Strafen oder sogar Arrest geahndet. Jedenfalls hatte keiner der Straftäter, mit denen ich in meiner langen Dienstzeit zu tun hatte, bei seinen Straftaten eine legale Waffe verwendet. Es waren immer illegal erworbene Schusswaffen oder verbotene Waffen. Sollte das Gesetz tatsächlich kommen, ist es wieder gegen den redlichen Bürger gerichtet, denn Straftäter werden die Bestimmungen einfach ignorieren. Wohl aber kann die Regierung dann sagen: „Wir haben eh, aber.!“ Wieder nur eine populistische Maßnahme, die den braven Bürger und unsere kulturelle Folklore (Knicker in der Lederhose und Jausenmesser in der Hosentasche) trifft.

Hannes Loos, Purkersdorf

Erschienen am Mi, 24.9.2025

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