Das freie Wort

Geldstrafe für tote Rinder

Man kann es nicht glauben, und dennoch scheint es wahr zu sein. „3 Monate bedingte Haft und 1200 Euro Geldstrafe“ – für vierundneunzig Rinder, die notgeschlachtet werden mussten – nach sicher mehr als drei Monate langem Martyrium, langsamem Verhungern und wer weiß was noch mehr? 12 Euro und 76 Cent sind das Leiden eines Tieres unserer Gesetzgebung wert, das Leiden eines Tieres, das ja eigentlich nur eine Sache, eine scheinbar wertlose Sache zu sein scheint. Wo bleibt die Kontrolle, der Landwirte, die diesen Beruf zu Recht haben, unterliegen? Wurde der Hof dieses Tierquälers nie von einem Tierarzt oder einer anderen kontrollierenden Behörde besucht? Niemandem schien es aufgefallen zu sein, dass der Ärmste mit seinen 94 Tieren überfordert war! Warum hat man denn so viele Tiere im Stall? Es ist ein himmelschreiender Skandal und unendlich traurig, dass dieses Leid wahrscheinlich seine Fortsetzung findet, weil sicher bald neue Tiere im Stall stehen werden!

Brigitte Hammer, Kapfenberg

Erschienen am Sa, 2.11.2024

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