Exzellenter Beitrag von Conny Bischofberger in der „Krone“ vom 3. 7. zum traurigen bevorstehenden Schicksal der afghanischen Frauen. Leider steht Afghanistan gerade dort, wo Vietnam und Kambodscha Mitte der siebziger Jahre standen. Nach dem abgeschlossenen Abzug der Amerikaner wird es eine Frage von lediglich ein paar Monaten sein, bis das gesamte Land von den Taliban überrannt ist. Eine steinzeitliche islamistische Herrschaft wird sehr bald speziell gegen Frauen, die während der vergangenen 20 Jahre ein anderes, freieres Leben genießen konnten, hart vorgehen. Ich sehe schon „Killing Fields“-Internierungslager für „unislamische“ Frauen ähnlich jenen Lagern, die seinerzeit die Roten Khmer nach der Eroberung der kambodschanischen Hauptstadt errichtet hatten, am Horizont auftauchen. Und wir werden wieder sprachlos vor einem weiteren historischen Desaster stehen und selbstverständlich weiterhin junge, gewaltsozialisierte Männer aus Afghanistan bei uns aufnehmen, anstatt dafür zu sorgen, dass all diese Männer ihre überschüssigen Kräfte endlich für den Wiederaufbau des eigenen zugrunde gerichteten Landes verwenden. Denn dass es den Taliban schlussendlich gelungen ist, ein zweites Mal ihre Steinzeit-Herrschaft zu errichten, ist auch darauf zurückzuführen, dass es während der vergangenen beiden Jahrzehnte viel zu leicht war, vor Problemen einfach in Richtung Europa wegzurennen und deren Lösung anderen, auch westlichen Staaten, zu überlassen. Der wahre Flüchtlingsstrom aus Afghanistan steht jedenfalls erst bevor. Und all die Probleme, die wir bisher damit hatten, waren erst ein Vorgeschmack dessen, was noch kommen wird.
Martin Krämer, per E-Mail
Erschienen am So, 4.7.2021
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.