Das freie Wort

Feindbild Pensionisten

Die Kritik an der Erhöhung der geringeren Pensionen entwürdigt eine Personengruppe, die durch ihr Engagement mit die Grundlage für das momentan noch funktionierende Staatswesen gelegt hat. Aufgrund von Kindererziehung, Pflege von Familienangehörigen oder Krankheit wird dann nur eine geringe Pension gewährt, die durch eine Ausgleichszulage auf ¤ 966,65 (bei Partnern auf ¤ 1524,99) abzüglich der Krankenkassenbeiträge erhöht wird (Stand 2020). Aber selbst bei getrennt lebenden Paaren wird das Einkommen des jeweiligen anderen Partners angerechnet. Wehe dem, der eine Reparatur, eine Arztrechnung beim Wahlarzt bis zur teilweisen Erstattung vorfinanzieren muss oder einen Zahnersatz braucht! Bei dieser Personengruppe zählt jeder Euro bei den stets steigenden Kosten! Thematisiert sollten hingegen die maßlos überzogenen Ruhebezüge in der Notenbank, den Staatsbetrieben, den Casinos Austria etc. werden. Hier wäre eine Besteuerung zu 80% angebracht; zur Vermeidung der Altersarmut und Honorierung der Lebensleistung weniger Privilegierter.

Dr.in Erne Hackl, Seekirchen

Erschienen am Do, 15.10.2020

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