Als Lateinlehrerin werde ich immer wieder mit der Frage konfrontiert: Warum eigentlich Latein? Und ja – auch ich kenne die seufzenden Blicke und das hörbare Schnaufen, wenn Jugendliche ihr Leid über Deklinationen, Personalendungen, Demonstrativpronomen oder das PPA klagen. Natürlich müssen Schülerinnen und Schüler auf die Zukunft vorbereitet werden. Daran besteht kein Zweifel. Doch eine Vorbereitung auf das Kommende darf nicht bedeuten, die Vergangenheit auszublenden. Unsere Kultur ruht auf einem reichen und kostbaren Schatz an Erfahrungen, Gedanken und Errungenschaften. Wer diesen Schatz ignoriert, beraubt sich selbst eines wichtigen Orientierungspunktes. Latein ist mehr als Grammatik. Es ist ein Zugang zu den Wurzeln unseres Denkens, unserer Sprache und unseres kulturellen Selbstverständnisses. Gerade in einer Zeit raschen Wandels kann der Blick zurück helfen, das Gegenwärtige besser zu verstehen – und das Zukünftige bewusster zu gestalten.
Elisabeth Tauschitz, Lateinlehrerin, Wien
Erschienen am So, 1.2.2026
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