Das freie Wort

Gegen die Veröffentlichung

Es geht wieder einmal um das Ibiza-Video. Jetzt, da das gesamte Videomaterial vorhanden ist, möchten alle dieses Video sehen. Alle nicht – HC Strache ist natürlich dagegen. Das ganze Video soll dem Ibiza-Untersuchungsausschuss zur Verfügung gestellt werden. In einer Pressekonferenz gibt sich Strache als Menschenfreund. Strache: „Das Video soll nicht veröffentlicht werden, denn wie kommen andere Leute dazu, über die ich hässliche ungeprüfte und grausliche Gerüchte verbreitet habe, wofür ich mich auch entschuldigt habe, dass des dann sozusagen videotechnisch veröffentlicht wird. Das hat natürlich nichts in der Öffentlichkeit verloren.“ Sie irren sich, Herr Strache. Die von Ihnen gesagten Sätze sollen und müssen jedem, der es möchte, zur Verfügung gestellt werden. Nur so ist es möglich, nicht nur einige Sätze von Ihnen zu hören, sondern das gesamte Material der Schande zu sehen und zu hören. Das Einzige, was bei der Pressekonferenz von Ihnen richtig war, ist der eingefügte Satz: „Wie kommen andere Leute dazu.“ Das, Herr Strache, fragen wir (die Österreicher) uns schon lange. Wie kommen wir dazu.zu so einem Politiker!?

Gerhard Forgatsch, Wien

Erschienen am Sa, 30.5.2020

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