Blutgrätsche

Killerfoul bringt Bouaouzan ins Gefängnis

Fußball
25.04.2008 14:37
Der inzwischen für den Paul-Scharner-Club Wigan spielende Rachid Bouaouzan muss für ein halbes Jahr hinter Gitter. Der Niederländer mit marokkanischen Wurzeln beging bereits vor vier Jahren ein Killerfoul an seinem Gegenspieler Niels Kokmeijer, der deswegen seine Karriere beenden musste. Schon kurz nach der brutalen Blutgrätsche wurde Bouaouzan zu einer Haftstrafe verurteilt, legte jedoch immer wieder Berufung ein. Nun hat der Oberste Gerichtshof der Niederlande das Urteil bestätigt, der Kicker muss seine Strafe absitzen.

Der Vorfall ereignete sich im Jahr 2004, als Bouaouzan mit seinem damaligen Verein Sparta Rotterdam gegen die Go Ahead Eagles Deventer auf dem Feld stand. In der Schlussphase säbelte er Niels Kokmeijer nieder, indem er ihm bei vollem Lauf und mit gestrecktem Bein auf das Knie sprang.

Ein Gericht verurteilte den heute 24-Jährigen schon damals zu der halbjährigen Haftstrafe und zur Zahlung eines Schmerzensgeldes in der Höhe von 100.000 Euro. Das Geld wurde erst im November 2007 überwiesen, gegen die Haftstrafe kämpfte Bouaouzan bis jetzt -vergeblich!

Das Oberste Gericht der Niederlande begründete sein Urteil damit, dass auf einem Fußballplatz schwere Körperverletzung genauso behandelt wird wie an allen anderen Orten auch...

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