BMW hatte nach seiner Rückkehr in die Königsklasse erst von 2000 bis 2005 als Motorenpartner für Williams fungiert, ehe man 2006 auszog, um gemeinsam mit Sauber die Formel-1-Welt zu erobern. Der Hersteller aus München übernahm mit Jahresbeginn 2006 die Mehrheit am Rennstall des Schweizers Peter Sauber und hatte fortan sein eigenes Werksteam. Der Rest ist eine Erfolgsgeschichte. Langfristig will BMW den WM-Titel. Erklärtes Etappenziel für die laufende Saison ist der erste Grand-Prix-Sieg.
"Ich bin zuversichtlich, dass wir das noch in dieser Saison schaffen werden", erklärte Motorsportdirektor Mario Theissen. "Es ist unser Ziel, das Entwicklungstempo der beiden etablierten Topteams mitzugehen." Dadurch würde der Formel 1 über 18 Rennen ein Dreikampf erhalten bleiben, wie er derzeit in der Konstrukteurswertung herrscht. BMW liegt drei Wochen vor dem Europa-Auftakt in Montmelo bei Barcelona lediglich einen Punkt vor Ferrari und einen weiteren vor McLaren. Im Grand Prix von Spanien werden alle Teams mit neuen Entwicklungspaketen antreten.
Meilenstein Barcelona
"Daher wird Barcelona ein entscheidender Meilenstein für den Rest der Saison", sagte Theissen. Die Konkurrenz nimmt BMW mittlerweile ebenfalls für voll. Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali hat mit Kubica sogar einen Piloten in der Fahrer-WM auf seiner Rechnung. "Er ist ein Fahrer, von dem ich glaube, dass er bis zum Ende der Saison um den Titel kämpfen kann", erklärte der Italiener. Fünf Punkte fehlen dem 23-jährigen Polen derzeit auf Weltmeister Kimi Räikkönen, der als Zweiter mit dem 50. Podestplatz seiner Karriere die WM-Führung übernommen hatte.
Ferrari bejubelte in Bahrain den ersten Doppelsieg der Saison. Vor allem der Brasilianer Felipe Massa zeigte sich nach seinem sechsten GP-Sieg erleichtert, war er doch mit zwei Nullnummern gestartet und in italienischen Medien bereits heftig in die Kritik geraten. "Die WM hat unter sehr dunklen Wolken für mich begonnen. Jetzt sehe ich die Sonne wieder", philosophierte der 26-Jährige. "Massas Wiedergeburt in der Wüste", titelte die "Gazzetta dello Sport" am Montag versöhnlich. "Der Alptraum ist zu Ende." Einen ausführlichen Rennbericht findest du in der Infobox!
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