Politische Bekundungen werden laut LEN-Statuten nicht geduldet. Cavics Aktion sei "ein klarer Verstoß" gegen die Regeln, erklärte der Europa-Verband. Seinen Titel darf Cavic aber behalten, auch sein Europarekord von 23,11 Sekunden bleibt bestehen.
Sportministerin: "Skandalöse Entscheidung"
Serbiens Sportministerin Snezana Samarzic bezeichnete die Suspendierung von Europameister Milorad Cavic als "skandalöse Entscheidung". Der Nachrichtenagentur Tanjug sagte sie am Freitag in Belgrad weiter, dies sei eine "große Ungerechtigkeit", denn Cavic habe lediglich seine Meinung geäußert, dass Kosovo Teil Serbiens sei.
Suspendierung "wie Todesstrafe"
Auch der serbische Regierungschef Vojislav Kostunica fand deutliche Worte. "Die Suspendierung von Cavic ist eine Niederlage des Sports und ein armseliger Versuch, auch bei sportlichen Wettkämpfen Gewalt zu legalisieren." Der Schwimmer wurde am Freitag in Belgrader Zeitungen mit den Worten zitiert: "Für mich kommt die Suspendierung einer Todesstrafe gleich."
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