31.12.2007 11:52 |

Stärker denn je

Raich rutscht als Führender ins neue Jahr

Wie bei den Damen lacht vor dem Jahreswechsel auch bei den Herren Rot-Weiß-Rot von der Spitze der alpinen Weltcup-Gesamtwertung. Benjamin Raich führt mit 524 Punkten vor dem Schweizer Didier Cuche (503) und dem US-Amerikaner Bode Miller (406) und steckt erstmals in seiner Karriere zu Silvester im Roten Trikot. Mit vier Siegen, fünf zweiten und zwei dritten Plätzen in 15 Rennen bilanziert die stärkste Skination knapp besser als vor einem Jahr, als die Bilanz nach 16 Bewerben 3/3/5 lautete.

Raich, der jahrelang als Spätstarter galt und zumeist erst im Jänner so richtig in Form kam, hatte bisher als bestes Ergebnis zum Jahreswechsel 2004/2005 Platz zwei hinter Miller zu Buche stehen. Im Vorjahr rangierte er nur auf der neunten Position und lieferte sich dann dennoch beim Finale auf der Lenzerheide mit dem Norweger Aksel Lund Svindal einen Krimi um die große Kristallkugel, die er letztlich um nur 13 Zähler verpasste.

"Das ist schön. Wichtig ist aber, dass er vorne mit dabei ist. Ganz vorne sollte er dann am Saisonende sein", relativierte Raichs Coach Andreas Evers die Führung des Pitztalers. Überraschung ist es auch für Evers keine. "Der Benni mischt jetzt schon das fünfte Jahr um den Gesamtweltcup mit. So etwas bringt natürlich Erfahrung. Er weiß längst, mit solchen Situationen umzugehen."

Bessere Bilanz als im Vorjahr
Die ÖSV-Herren stehen insgesamt etwas besser da als noch vor einem Jahr. "Aber die drückende Überlegenheit von früher ist natürlich nicht mehr da, dazu gibt es einfach zu wenige Leistungsträger", ist auch Evers bewusst, dass Raich und Michael Walchhofer derzeit viel "zudecken". "Das war aber irgendwie immer so."

Walchhofer und Raich sowie Mario Matt sind für Evers jene ÖSV-Läufer, die derzeit ständig für Siege gut sind. Hannes Reichelt hat den Super-G in Beaver gewonnen. "Drauf haben einige von uns das Siegen, aber da muss einfach alles zusammenpassen", so Evers. "Wir müssen also schauen, wieder in jeder Disziplin Leute nach vorne zu kriegen. Das geht nun mal nicht von heute auf morgen." Die "Überflieger" und "Seriensieger" fehlen derzeit, "aber", so Evers, "die gibt es derzeit ohnehin nirgendwo. Es hat sich alles etwas normalisiert, es ist alles viel offener. Das ist gut so für den Weltcup."

Für Österreichs Herren wird es also auch 2008 eher in der gewohnten Tonart weitergehen. "Wir werden einmal vorne sein, das andere Mal aber auch wieder eine auf den Deckel kriegen", ist Evers bewusst. Der Salzburger ist auch überzeugt, dass Hermann Maier die Saison fertig fahren wird. "Ich sehe keine Anzeichen, dass er das nicht tun würde."

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