24.12.2007 12:26 |

4-Schanzentournee

Morgenstern trotz Ende der Siegesserie Favorit

Dass seine großartige Siegesserie im letzten Weltcup-Bewerb vor der Vierschanzen-Tournee gerissen ist, hat für Thomas Morgensten auch etwas Gutes. Ein Teil des großen Drucks, der auf dem sechsfachen Saisonsieger lastet, ist verflogen. "Es muss einen Grund haben, warum die Serie genau vor der Tournee reißt", sagte der 21-jährige Kärntner in Engelberg. "Die Form ist sehr gut, ich kann beruhigt in die Tournee gehen."

Um die Rolle des Top-Favoriten beim ersten Saisonhöhepunkt kommt der Doppel-Olympiasieger von Turin 2006 aber nicht herum. Mit einem Sturz im Team-Auftaktbewerb in Kuusamo hat alles begonnen, einen Monat später beneiden ihn alle um seine Konstanz auf höchstem Niveau.

"Morgi kann mit dem Druck umgehen"
Cheftrainer Alexander Pointner hat Morgenstern mit einem perfekten Umfeld die Voraussetzungen geschaffen und sieht ihn bei der Vierschanzen-Tournee als den, der erst besiegt werden muss. "Morgi kann mit dem Druck umgehen, das hat er bei seiner Serie gezeigt. Er hat Schritt für Schritt gelernt, so eine Situation zu bewältigen."

Doch Podestplätze durch vier verschiedene ÖSV-Athleten zeigen, dass Pointners Team nicht von der Klasse eines einzigen Springers abhängig ist. "Der Gefahr, dass nur einer oder zwei Springer übrig bleiben, haben wir sehr gut vorgebaut. Sie sind nicht zerbrochen an der Serie von Morgenstern, sondern haben gewusst, dass sie selbst genauso gut sind", erklärte Pointner.

Weihnachtsurlaub für die ÖSV-Adler
Die ÖSV-Springer stellen vor dem ersten Tourneebewerb am 30. Dezember in Oberstdorf die ersten Vier der Weltcup-Gesamtwertung und haben in Engelberg mit 325 Punkten einen Nationen-Rekord für einen einzelnen Bewerb aufgestellt. Trotzdem wirken die erfolgreichen Adler keineswegs abgehoben. "Sie sind nicht überheblich, sie wissen, wie die nächsten Ziele angegangen werden", betonte der Coach. In der viertägigen Pause bis zur Tournee-Anreise sollen sie vor allem auf gute Regeneration achten, aber auch Krafttraining absolvieren.

Nach einem stressigen Monat wird Pointner sich selbst ebenfalls einige Tage Auszeit gönnen. "Ich kann mich daheim bei meiner Familie sehr gut ablenken", sagte der Tiroler. So wie die Springer haben auch die Trainer mit professioneller Hilfe gelernt, wie sie ihre Leistungsfähigkeit am besten erhalten. Sportdirektor Toni Innauer hatte das Projekt mit dem Psychologen Christian Uhl ursprünglich mit den Coaches gestartet, erst in einer späteren Phase arbeitete der Vorarlberger auch mit den Athleten - und wird das als Teil des Betreuerstabes auch bei der Tournee tun.

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