14.12.2007 14:46 |

Erdrutsch Gmunden

Erdmassen bewegen sich langsamer

Beim Erdrutsch in Gmunden werden vorerst keine Bundesheer-Soldaten zum Einsatz kommen. Das gab Bürgermeister Heinz Köppl am Freitag bekannt. Bei den Arbeiten im Gelände, versucht man nun mit einer neuen Methode, die Erdmassen zum Stillstand zu bringen: Stahlpfähle und Querriegel sollen stabilisierend wirken. Die kalten Temperaturen wirken sich günstig aus: Frost und Schnee bremsen die Bewegung des Geländes.

Ein Bundesheer-Einsatz sei vorerst nicht nötig, „weil händisch nichts zu machen ist“, so Köppl. Im Gelände sei man derzeit noch auf schweres Gerät angewiesen. Sollten sie benötigt werden, seien die Soldaten aber bereit: „Man hat uns bestmögliche Unterstützung zugesagt, wir brauchen nur anzurufen“, erklärte der Bürgermeister.

Der große Kegel sei weiterhin ruhig, schilderte Köppl die Situation im Gelände. Die teilweise Aufhebung der Evakuierung sei berechtigt gewesen. Auch die Schübe der Erdmassen seien geringer geworden: Während sie am Donnerstag noch fünf Meter weitergerutscht sind, waren es am Freitag nur zwei. Grund dafür dürfte das Wetter sein, so Köppl, es friere oberflächlich, das verlangsame die Erdbewegungen.

Neue Methoden gegen den Erdrutsch
Die Experten der Wildbach- und Lawinenverbauung versuchen mittlerweile neue Wege zu gehen, um den Erdrutsch zu stoppen: Geplant sei, Pfähle in den fließenden Untergrund zu treiben, um Aufschlüsse darüber zu erhalten, wie dicht das Material ist, erklärte der Gmundner Baudirektor Johann Aigner. Dann sollen Querriegel eingebracht werden, mit denen man den Druck der nachkommenden Erdmassen mindern will. Funktioniere die Methode, werde eine ganze Staffel derartiger Streben angebracht. Dann könne man unterhalb Material sicher abtragen, hoffen die Experten.

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