Geld wie Heu

Blüten aus dem Farbdrucker

Elektronik
27.05.2003 18:44
Wer hat sich nicht schon einmal eine Banknoten-Druckerei für zuhause gewünscht? Das Leben wäre doch um so vieles einfacher: Kein Minus am Konto, der Vermieter grüßt dich wieder und du hast beim anderen Geschlecht immer die Spendierhosen an....
Und jetzt kommt's: Die meisten PC-Nutzer habenihre Gelddruckerei bereits zuhause - ohne es zu wissen. Die meistenFälscher arbeiten nämlich mit primitiven Mitteln wieScanner und Tintenstrahldrucker. 
  
Falsche Euronoten selbstgemacht 
Krone.at hat es ausprobiert: 10-Euro-Banknote aufden Scanner legen und in den PC einlesen. Anschließend amLaserdrucker ausdrucken. Auf den ersten Blick ein waschechter10er! Nur bei genauem Hinsehen fehlen Prägedruck, Wasserzeichen,Hologramm und andere Sicherheitsmerkmale. Mitten im Einkaufschaoskann so ein Schein schon einmal einer Supermarkt-Kassiererin untergejubeltwerden.
 Ein Großteil der im Vorjahr sichergestellten 5068 Blütenwaren Farbkopien oder mit billigen Tintenstrahl-Druckern hergestellteScheine. Papier und Hologramm kommen oft aus dunklen Kanälenzu professionellen Fälschern. 
  
Schlechte Zeiten für Fälscher
Jetzt kommt die schlechte Nachricht für alleGeld-Selbstdrucker: Ein neues Computer-Programm sagt Heim-Fälschernden Kampf an! Die britische Banknoten-Druckerei De la Rue willgemeinsam mit dem Software-Unternehmen Software 2000 ein Programmentwickeln, das Drucker hindern soll, Banknoten überhauptauszudrucken. Die EU denkt nach der Euro-Blüten-Flut mittlerweileüber einen Chip in den Banknoten nach, die Fälschungenverhindern sollen. Datenschützer sind skeptisch. 
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