19,62 Sekunden

Tyson Gay sprintet zum Titel über 200 Meter

Sport
25.06.2007 12:18
Sprinter Tyson Gay hat dem verregneten Schlusstag der US-Leichtathletik-Meisterschaften in Indianapolis seinen Stempel aufgedrückt. Im Finale über 200 Meter stürmte der Top- Star aus Lexington im US-Bundesstaat Kentucky in 19,62 Sekunden zu seinem zweiten Titel.

Es war die zweitschnellste je gelaufene Zeit und zugleich eine neue Weltjahresbestleistung. Im Beisein von 100-m-Weltrekordler Asafa Powell aus Jamaika ließ Gay, der am Freitag schon in Weltjahresbestzeit von 9,84 Sekunden die 100 Meter gewann, der Konkurrenz keine Chance und gewann überlegen vor Wallace Spearmon, der 19,89 Sekunden benötigte.

"Ich werde weiter hart arbeiten und mich auf die Weltmeisterschaft konzentrieren. Ich bin sehr selbstbewusst, aber nicht arrogant", meinte er mit Blick auf die WM vom 25. August bis 2. September in Osaka. Dort wird Shawn Crawford nur Zuschauer sein. Der Olympiasieger kam in 20,51 Sekunden nur auf Platz sieben. Fehlen werden in Japan auch Walter Dix und Xavier Carter. Letzterer brach im Halbfinale 30 Meter vor dem Ziel mit starken Schmerzen im rechten Knie zusammen. Dix, der bis zur Gay-Gala die Weltjahresbestenliste (19,69 Sekunden) angeführt hatte, verzichtete bereits am Samstag auf den Vorlauf.

Das spannendste Rennen des Tages lieferten sich Tiffany Williams und Sheena Johnson auf der 400-m-Hürdenstrecke. In einem packenden Zweikampf setzte sich Williams letztlich in neuer Weltjahresbestzeit von 53,28 Sekunden im Foto-Finish vor Johnson (53,29) durch. Somit unterboten beide die erst am Vortrag beim Europacup in München von der Russin Julia Pechonkina aufgestellte Bestmarke für 2007 von 54,04 Sekunden. "Ich habe gesagt, dass ich nach Indianapolis komme, um zu gewinnen - das habe ich getan", meinte Williams, während bei Johnson die Freude über ihre erste WM-Teilnahme überwog: "Ich wollte mich unbedingt für Osaka qualifizieren. Das war wichtiger als der Titel."

Siegerin über die 200 Meter wurde Weltmeisterin Allyson Felix. Sie gewann in 22,34 Sekunden vor der "Weltleichtathletin des Jahres 2006", Sanya Richards (22,43). Richards, die tags zuvor noch auf ihrer Paradestrecke über 400 Meter als Vierte überraschend das Ticket nach Japan verpasst hatte, sicherte sich somit doch noch ihren WM-Start. Torri Edwards kam in 22,55 Sekunden auf Rang drei.

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