Gleich drei Rennautos waren in den wegen eines Drehers in eine riesige Rauchwolke gehüllten Wagen des Dänen bei rund 180 km/h gerast. Von dem A4 des mehrmaligen Le-Mans-Gewinners blieb bis auf den Mittelteil nur ein Trümmerhaufen übrig.
Kristensen, dessen Kollegen Matthias Ekström (SWE) und Martin Tomczyk (D) nach dem Crash mit einem zweifachen Erfolg die neun Rennen währende Siegesserie von Mercedes auf dem Hockenheimring beendeten, verlor kurzzeitig das Bewusstsein. Ebenso wie sein Markenkollege Alexandre Premat (FRA), der mit seinem Wagen die Frontpartie des Kristensen-Audis abriss, musste er aus seinem Auto von Rettungskräften befreit werden.
Riss in Premats Lendenwirbel
Die beiden Fahrer wurden per Rettungswagen und Hubschrauber nach Mannheim und Ludwigshafen ins Krankenhaus gebracht. Bei Premat wurde später ein Riss im Lendenwirbel diagnostiziert . Die zudem an dem Unfall beteiligten Susie Stoddart (Großbritannien) im Mercedes und Adam Carroll (Großbritannien) in einem weiteren Audi kamen mit dem Schrecken davon und blieben unverletzt.
"Wir haben gesehen, was man nicht sehen will", meinte Audi- Motorsportchef Wolfgang Ullrich, der nach dem verheerenden Crash dennoch den ersten Sieg seiner Mannschaft auf der Mercedes- Hausstrecke seit vier Jahren bejubelte: "Extremer geht es nicht."
"Ich habe nur noch weißen Rauch gesehen. Das war sehr heftig", beschrieb der wie alle Fahrer geschockte Mercedes-Pilot Gary Paffet (Großbritannien) den Unfallhergang. "Ich habe den Einschlag im Auto gehört. Das war heftig", sagte Audi-Fahrer Lucas Luhr.
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