Der Manager betonte, dass EADS einer von 46 Rapid-Partnern aus der Wirtschaft sei und reine Nachwuchs- und Jugendförderung ohne Gegenleistung (der Konzern scheint weder auf den Dressen noch auf Bandenwerbungen etc. auf) betreibe. Die Zusammenarbeit läuft laut Kuhn seit rund dreieinhalb Jahren, wobei die Partnerschaft jedes Jahr erneuert werden muss. Über die Höhe der finanziellen Zuwendungen (Medien berichteten von rund 280.000 Euro) wollte Kuhn keine Auskünfte geben.
Nach den Angaben von Kuhn bestehe kein Zusammenhang zwischen den aktuellen Diskussionen zum Thema Eurofighter und dem Rapid-Engagement von EADS. "Dass es jetzt von ein paar Leuten zum Politikum gemacht wird, weil wir Rudolf Edlinger als Präsident haben, muss ich zur Kenntnis nehmen."
Der frühere SP-Finanzminister Edlinger befindet sich noch bis Freitag in Montenegro und könnte - wie von Maria Fekter, der ÖVP-Fraktionsvorsitzenden im Eurofighter-U-Ausschuss, gefordert - schon bald nach seiner Rückkehr vor den Untersuchungsausschuss geladen werden. "Ich will deshalb Aufklärung haben, weil es hier erstmalig direkte Zahlungen von EADS an einen hochrangigen Politiker gibt", hatte Fekter in einer Aussendung am Samstag erklärt.
Auf Grund dieser Aussage könnte sich die Politikerin laut Kuhn mit einer Klage von Edlinger konfrontiert sehen. "Bei Rapid hat niemand persönlich von EADS Geld bekommen", betonte Kuhn.
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