04.04.2007 17:52 |

Blitzcoup

Wiener Uhrmacher in zwei Minuten ausgeräumt

Dieses Jubiläum hat sich ein Wiener Uhrmachermeister anders vorgestellt: Fast exakt drei Jahre nach einem Überfall auf sein Geschäft in der Wiener Wollzeile wurde er am Mittwochvormittag erneut von zwei bewaffneten Räubern heimgesucht. Innerhalb von zwei Minuten rissen sie wertvolle Uhren und Bargeld an sich und verschwanden unerkannt. Der geschockte Juwelier zur "Krone": "Sie Schossen dreimal auf mich".

Der Blitzcoup des kriminellen Duos dauerte nur wenige Minuten. "Die mit Kapuzen  und Sonnenbrillen maskierten Profiverbrecher bedrohten uns mit einer silbernen Pistole und forderten mit Kommandos in gebrochenem Deutsch die Beute", so Albert Jaklitsch zur "Krone".

Einer der Täter bedrohte Jaklitsch und seine Verkäuferin. Als einer der beiden Täter die 34-jährige Angestellte zu Boden zerrte, gewann der Zorn über den Raub im 56-jährigen Steirer die Oberhand. Er nahm allen Mut zusammen und stürzte sich mit den Worten "Wir haben die Polizei schon alarmiert" auf den Bewaffneten, worauf dieser dreimal mit seiner (wie sich zum Glück herausstellte) Schreckschusspistole in die Luft feuerte.

Der andere schlug derweil die Vitrine ein und griff sich 14 Markenuhren im Wert von jeweils an die 10.000 Euro. Auch aus der Kassa bedienten sich die Räuber. Danach flüchteten sie über die Wollzeile in Richtung Stephansdom, wo sie im Touristengetümmel untertauchten.

Der Überfall ging laut Polizeiangaben blitzschnell vor sich. Die Räuber verließen den Uhrmacher innerhalb von zwei Minuten wieder. Am Gründonnerstag vor drei Jahren wurde dasselbe Geschäft schon einmal überfallen.

Kronen Zeitung (Florian Hitz) und Krone.at

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