Endlich Konsequenz

Todeskurve wird nun entschärft

Offenbar muss immer erst Blut fließen, bis Gefahrenstellen im Straßenverkehr entschärft werden: In einer bei Einheimischen berüchtigten Kurve auf der B 135 in Gaspoltshofen starben in den letzten zwei Jahren drei Menschen, erst vor drei Tagen verunglückte Andrea Schubert (42). Nun sollen Maßnahmen folgen.

„Es handelt sich um eine übersichtliche Stelle“, meint zwar der Grieskirchner Bezirkshauptmann Paul Gruber. Ganz so harmlos kann die Kurve auf der B 135 in Gaspoltshofen aber nicht sein. Schließlich verunglückte dort bereits vor zwei Jahren die dreifache Mutter Margit Schürz (40) mit dem Motorrad, vor zwei Wochen verbrannte Verona Rauscher (17) nach einem Unfall im Auto, die Mitfahrerin Sabrina Obermair (18) schwebt in Lebensgefahr. Und erst vor drei Tagen starb Andrea Schubert (42) bei einem Frontalcrash.

„Es gibt am Montag einen Lokalaugenschein mit Paul Gruber und dem Grieskirchner Verkehrsreferenten Hans Schlosser - dann wird entschieden, wie wir diese gefährliche Kurve entschärfen können, verspricht nun der Gaspoltshofner Bürgermeister Wolfgang Klinger. Im Gespräch ist eine Erweiterung des Kurvenradius, außerdem soll für bessere Übersicht das Umland abgegraben werden. Aber man habe bereits nach dem Unfall vor zwei Jahren reagiert und einen neuen Belag auf der holprigen B 135 machen lassen, verteidigt sich Klinger. Eine Geschwindigkeitsbeschränkung hält er für sinnlos: „Viele Lenker fahren einfach zu riskant!“

 

 

Foto: FF Gaspoltshofen

Dienstag, 31. März 2020
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