28.02.2007 15:52 |

"Nur ein Scherz"

Flugzeug wegen Bomben- Drohung umgeleitet

Eine als Witz gemeinte Bombendrohung hat zur außerplanmäßigen Landung eines Flugzeugs in Köln geführt. Wie ein Sprecher der Kölner Polizei am Mittwoch berichtet hat, hatte ein angetrunkener 22-jähriger Mann kurz nach dem Start der Ryanair-Maschine vom Flughafen Lübeck Streit mit seinem Sitznachbarn bekommen, weil er sein Handy nicht ausschalten wollte. "Er äußerte, dass er eine Bombe im Handgepäck mit sich führe."

Der Pilot löste daraufhin einen Notruf aus. Die Maschine, die nach London-Stansted unterwegs war, befand sich zu diesem Zeitpunkt über niederländischem Staatsgebiet und wurde zum nächstgelegen Flughafen Köln/Bonn umgeleitet. Nach der Landung um kurz vor Mitternacht nahm die Bundespolizei den 22-Jährigen fest und durchsuchte das Gepäck. Da sich keine Bombe fand, konnte die Maschine mit 15 Passagieren nach zwei Stunden weiterfliegen.

Wie sich herausstellte, war der 22-Jährige angetrunken. Im Verhör beteuerte er, nur einen Scherz gemacht zu haben. Gegen Hinterlegung einer Geldsumme wurde er freigelassen und durfte in sein Heimatland Polen zurückkehren. Er müsse sich jedoch später wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten vor Gericht verantworten, sagte der Sprecher.

Bei der Fluggesellschaft Ryanair werde der 22-Jährige ein Flugverbot auf Lebenszeit erhalten, sagte die Sprecherin des Unternehmens, Katja Zarbock. "Mit einer Bombendrohung treibt man keine Scherze", sagte sie.

Symbolbild