20.02.2007 13:31 |

Blutiges Drama

Mann erschlägt seine Ehefrau mit der Axt

Ein Mann aus Rinteln im deutschen Niedersachsen hat seine Ehefrau im Streit mit einer Axt erschlagen. Der 54 Jahre alte Sozialhilfeempfänger und gelernte Buchhändler habe die Tötung der neun Jahre jüngeren Frau gestanden, teilte die Polizei am Montag mit. Grausiges Detail: Die elfjährige Tochter des Paares habe dem Vater helfen müssen, die Leiche der Mutter einzuwickeln.

Die Bluttat geschah am späten Samstagabend in der Wohnung der Familie. Nach Polizeiangaben hatten die Eltern schon tagsüber viel Alkohol getrunken. Es kam zum Streit, der beim Abendessen eskalierte. Der Mann schüttete seiner Frau vor den Augen der elfjährigen Tochter und des sieben Jahre alten Sohnes das Essen ins Gesicht. Das Mädchen flüchtete, nachdem der Vater zum ersten Mal mit der Axt auf die Mutter eingeschlagen hatte. Der Junge war zu dem Zeitpunkt nicht mehr im Raum.

Die Tochter sagte bei der Polizei aus, sie habe schon Schlimmeres gesehen, als die Axt-Attacke gegen die Mutter. Als sie den Raum nach dem ersten Angriff verließ, habe sie die Gefahr nicht erkannt.

Kind muss Vater helfen, die Leiche einzuwickeln
Das Mädchen sah die tote Mutter den bisherigen Ermittlungen zufolge am nächsten Morgen. Das Kind musste dem Vater helfen, die Leiche einzuwickeln. Der 54-Jährige versuchte dann, Blutspuren am Tatort zu beseitigen. Anschließend schaffte er seine tote Frau mit einem Schubkarren in ein nahe gelegenes Waldstück. Dort soll er eine Grube gegraben, die Tote hinein gelegt und die Leiche mit Reisig bedeckt haben.

Die Elfjährige alarmierte am Sonntagvormittag ihren 22 Jahre alten Bruder. Dieser rief dann die Polizei. Die Beamten fanden den Familienvater ebenso wie die Leiche seiner Frau in dem Waldstück. Die Kinder wurden zu Familienangehörigen gebracht. Sie werden psychologisch betreut.

Die Familie, die mit zwei ihrer fünf Kinder in dem Mehrfamilienhaus in Rinteln lebte, war der Polizei seit langem bekannt. Wegen Auseinandersetzungen der Eheleute hatten Nachbarn häufig die Polizei alarmiert.

Frührentner rottet mit Axt beinahe ganze Familie aus
Ebenfalls am Samstag hat ein Familiendrama in Spanien vier Menschen das Leben gekostet. Ein 59 Jahre alter Frührentner ermordete in El Real de San Vicente bei Toledo seine 92-jährige Mutter, seine 58-jährige Ehefrau und seinen 27 Jahre alten Sohn mit einer Axt. Dann fuhr der frühere Busfahrer in die Kleinstadt Talavera de la Reina und schlug auf seine 25 und 22 Jahre alten Töchter ebenfalls mit einer Axt ein.

Die Frauen überlebten die Attacke schwer verletzt, weil der hölzerne Stiel der Axt brach. Anschließend nahm der Angreifer sich mit einem Sprung aus dem neunten Stock eines Hochhauses das Leben.

Nachbarn führten die Bluttat darauf zurück, dass der 59-Jährige seit vielen Jahren mehrere kranke Familienmitglieder gepflegt habe und mit den Nerven am Ende gewesen sei. "Der Mann hielt es einfach nicht mehr aus", sagte eine Nachbarin. "Nun hat er sich gesagt: Die Sache muss ein Ende haben."