Mo, 16. Juli 2018

Eschenkrankheit

15.01.2018 17:14

Pilz lässt Wald am Froschberg sterben

Sein Name klingt herzallerliebst: Falsches Weißes Stängelbecherchen. Doch der ostasiatische Pilz befällt und tötet immer mehr Eschen in Oberösterreich. So ist der Parasit auch dafür verantwortlich, dass ab morgen im Winklerwald am Froschberg großflächige Fällungen - auf 2,5 Hektar - vorgenommen werden müssen.

Die Bäume sterben ab und fallen einfach um! Während der aggressive Baumpilz in seiner Heimat im östlichen Asien der dort weitverbreiteten Mandschurischen Esche nicht einmal ein Ästchen krümmt, schädigt er bei ihrer europäischen Schwester erst Triebe und Zweige, dann Rinde und schließlich das Holz. Schon seit über zehn Jahren, als der Erreger erstmals in Österreich auftauchte, arbeiten heimische Forstwissenschaftler an einem Mittel, das den Keim beseitigt, oder an einer Züchtung, die resistent gegen ihn ist. Bisher jedoch vergebens.

"Es gibt keine Alternative"
Darum muss nun auch ein großes Stück Wald am Froschberg sterben. "Weil die erkrankten Bäume jederzeit umfallen könnten, gibt es keine Alternative. Die befallenen Eschen müssen gefällt werden", erklärt VP-Stadtvize Bernhard Baier. Bei dem betroffenen Wald handelt es sich um einen Teil des bei den Linzern als Naherholungsgebiet beliebten Winklerwaldes. Während auf 2,5 Hektar Fläche nur leichte Durchforstungsarbeiten notwendig sind, ist südöstlich davon auf gleich großer Fläche der Befall derart groß, dass der dortige Wald zur Gänze gefällt werden muss. Die Anrainer wurden vergangene Woche bereits darüber informiert, dass die anstehenden Arbeiten etwa zwei Wochen andauern werden.

Baier beruhigt allerdings: "Durch den bereits aufkommenden Baumbewuchs und ergänzende Aufforstungen im Herbst 2018 wird ein verjüngter Mischwald entstehen."

Mario Ruhmanseder, Kronen Zeitung

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