10.01.2007 11:06 |

Zukunftspläne

Letzte Tagung des ÖVP/BZÖ-Ministerrates

Der Ministerrat ist am Mittwochvormittag zum letzten Mal in seiner alten Besetzung zusammengetreten. Die Stimmung unter den Regierungsmitglieder war vor der Sitzung vor allem von Wehmut geprägt. Über ihre Zukunftspläne gaben sich die scheidenden Regierungsmitglieder teilweise zugeknöpft. Einige gaben an, sich auf eine Auszeit zu freuen - wie etwa der scheidende Finanzminister Grasser.

"Ich will jetzt einmal die Welt sehen, reisen, lesen, mich der Kunst und Kultur widmen", so Grasser. Der Abschied falle ihm vor allem von Bundeskanzler Schüssel schwer. Mit ihm verbinde ihn eine besondere Freundschaft und Vertrauensbasis. Gleichzeitig fügte er aber hinzu, "beruflich endet es, privat geht es weiter".

Der zukünftige Vizekanzler Molterer sprach vom Ende einer sehr "erfolgreichen Regierungsarbeit". Den Regierungswechsel bezeichnete er als "normalen Vorgang in einer Demokratie". Die scheidende Regierung liefere eine "gute Basis" für die künftige Arbeit.

ÖVP-Minister zugeknöpft
Bildungsministerin Gehrer sprach von einer "schönen Zeit". Für sie beginne jetzt ein neuer Lebensabschnitt. Was sie in der nächsten Zeit mache, wollte Gehrer nicht sagen. Auch Außenministerin Plassnik gab sich zugeknöpft. Auch Landwirtschaftsminister Pröll wollte nur kurz Stellung zu seiner Gemütslage nehmen, für ihn stünde heute das Begräbnis von Liese Prokop im Vordergrund.

Lopatka freut sich auf Sportstaatssekretariat
Mit "Dankbarkeit und Wehmut" blickte Martin Bartenstein zurück. Keine Wehmut verspürte hingegen die scheidende Gesundheitsministerin Rauch-Kallat: "Ich freue mich über das, was gelungen ist und auf die Aussicht auf mehr Lebensqualität." Infrastrukturstaatssekretär Eduard Mainoni gab an, in die Privatwirtschaft wechseln zu wollen. Zuversichtlich bezüglich seiner neuen Aufgabe als Sportstaatssekretär gab sich Reinhold Lopatka.

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