Täter untergetaucht:

Seit 12 Tagen Schutz für Kinder und Stecher-Opfer

Versteckt und polizeilich beschützt müssen zwei Kinder (3, 9) in Linz werden, nachdem - wie ausführlich berichtet - vor zwölf Tagen ihr Vater (35) am Tag vor ihrem 36. Geburtstag ihre Mutter in aller Öffentlichkeit niedergestochen hatte. Auch für die Mutter gibt es Polizeischutz! Der Vater ist flüchtig, die Fahndung läuft eher halbherzig.

Um ihr Leben lief Ivana Z. im Einkaufszentrum Auwiesen, als dort der von ihr getrennt lebende Ehemann Armed Z. auftauchte, mit einer Schreckschusspistole feuerte und ihr dreimal mit einem mitgebrachten Messer in den Bauch stach.

Cobra in Schule und Kindergarten
Die Polizei schützte mit der Sondereinheit Cobra in der Nähe Schule und Kindergarten, in denen der Sohn (3) und die neunjährige Tochter waren. Während die Mutter notoperiert und nach dem Vater auch per Helikopter und Hunden gesucht wurde, brachten die Beamten die Kinder in Sicherheit. Und beschützen sie seither, versuchen mit allen Mitteln zu verhindern, dass der untergetauchte, wegen Gewaltdelikten amtsbekannte Armed Z. herausfinden kann, wo sich seine Kinder befinden.

Auch Schwägerin auf "der Liste"
Auch die in Alkoven lebende Schwester des Opfers gilt als gefährdet.
Inzwischen ist die zweifache Mutter über den Berg und am Weg der Besserung. Doch sie muss weiter in Angst leben, dass ihr "Ex", der nach der Trennung bei einem Freund in Linz und dann in Enns lebte, auch einen Schlüssel zur Wohnung der 36-Jährigen in Auwiesen hatte, wieder vor der Tür steht.

Täter soll noch im Land sein
Da nur wegen "absichtlich schwerer Körperverletzung" und nicht wegen Mordversuchs innerhalb Österreichs gesucht wird, könnte sich der gebürtige Albaner in seine alte Heimat abgesetzt haben. Davon gehen die Ermittler aber nicht aus, glauben, dass er noch im Lande ist.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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