So, 21. April 2019
09.12.2017 11:24

Gefahr durch Lawinen

Schnee und Eis sorgen für Chaos auf Straßen

Schneefälle haben in der Nacht auf Samstag und in der Früh zu massiven Behinderungen auf Österreichs Straßen geführt. Auf den glatten Fahrbahnen ereigneten sich zahlreiche Unfälle, Schwerfahrzeuge blieben hängen. Lawinenabgänge machten Straßen unpassierbar, die Warnstufen in den Bergregionen wurden verbreitet auf Stufe 3 ("erheblich") der fünfteiligen Skala angehoben.

Auch auf Autobahnen herrschten teilweise tiefwinterliche Bedingungen. Zu Unfällen kam es unter anderem auf der A1 im oberösterreichischen Seengebiet und auf der Tauernautobahn (A10) bei Kuchl. Auf den glatten Fahrbahnen blieben auch immer wieder Lkw hängen. Zudem musste etwa die Südautobahn (A2) in Kärnten zwischen Griffen und St. Andrä und in der Steiermark auf Höhe der Raststätte Arnwiesen in der Nacht für Bergungsarbeiten gesperrt werden. Die A8-Abfahrt zur Raststation Aisterheim war in den Morgenstunden durch einen Lkw blockiert.

Bereits am Freitagnachmittag war über der Hahntennjoch Straße in Tirol zwischen Pfafflar und der Passhöhe eine Lawine abgegangen, die Straße wurde gesperrt. Wie lange die Verbindung zwischen dem Oberen Inntal und dem Lechtal gesperrt bleibt, ist noch ungewiss. Über zahlreiche Passstraßen wurde Kettenpflicht verhängt. Der bis Samstagfrüh gefallene Neuschnee - in Tirol bis zu 20 Zentimeter -, der durch stürmischen Wind noch verfrachtet wurde, bildete die Hauptgefahrenquelle. An Gefahrenstellen seien laut Experten Lawinenauslösungen bereits durch einzelne Wintersportler möglich. Für den Sonntag wird aufgrund der prognostizierten Sturmwinde eine weitere Verschlechterung der Situation befürchtet.

In Niederösterreichs Bergen stieg die Lawinengefahr in den Ybbstaler Alpen über der Waldgrenze am Samstag auf Stufe 3 ("erheblich") der fünfteiligen Skala an. Speziell in nordost- über ost- bis südexponierten Hängen sowie in manchen Rinnen und Mulden können Schneebrettlawinen bereits durch die geringe Zusatzbelastung eines Wintersportlers ausgelöst werden, wurde gewarnt. In den restlichen Regionen des Bundeslandes herrschte überwiegend mäßiges Risiko, teilte der Lawinenwarndienst Niederösterreich mit.

Die Lawinenwarndienste in Vorarlberg wiesen auf "heikle Bedingungen" für Wintersportler hin. Es herrscht verbreitet erhebliche Lawinengefahr der Stufe 3 auf der fünfstufigen Gefahrenskala oberhalb von 1600 Meter.

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